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Grundriss planen: 7 häufige Fehler beim Hausbau und wie du sie vermeidest

Autorenbild: Marvin Look
Marvin Look
21. Aug.
2 Min. Lesezeit

Bei der Planung eines Hauses können Entscheidungen, die im Grundriss zunächst nebensächlich erscheinen, später erhebliche Auswirkungen auf Baukosten und Wohnqualität haben.

Hier sind sieben typische Fehler bei der Grundrissplanung, die Bauherren möglichst früh berücksichtigen sollten.


1. Zu viele Ecken und Versprünge

Erker, Rücksprünge und komplizierte Gebäudeformen können architektonisch interessant sein – machen ein Gebäude aber häufig konstruktiv aufwendiger.

Mehr Außenwandfläche, zusätzliche Anschlüsse und kompliziertere Dachformen können Baukosten erhöhen und bauphysikalisch anspruchsvollere Details erzeugen.

Eine klare Gebäudeform ist deshalb häufig nicht nur günstiger, sondern auch konstruktiv robuster.


2. Küche und Sanitärbereiche ohne Installationen denken

Küche, Bäder, Gäste-WC und Hauswirtschaft benötigen zahlreiche Leitungen und Installationen.

Werden diese Bereiche im Haus weit voneinander entfernt oder ungünstig übereinander angeordnet, können längere Leitungswege und zusätzliche Installationsschächte notwendig werden.

Deshalb sollte bereits beim Grundriss berücksichtigt werden, wie die technischen Bereiche des Hauses zusammenhängen.


3. Den Eingangsbereich zu knapp planen

Der Hauseingang muss im Alltag deutlich mehr leisten, als nur die Haustür aufzunehmen.

Schuhe, nasse Jacken, Taschen, Kinderwagen oder Schulranzen treffen hier aufeinander. Gerade bei Familien kann ein zu knapp geplanter Eingangsbereich schnell zum täglichen Engpass werden.

Der Eingangsbereich sollte deshalb entsprechend der tatsächlichen Nutzung dimensioniert werden.


4. Räume unnötig groß planen

Bei der Hausplanung werden häufig Quadratmeter hinzugefügt, um Räume großzügiger wirken zu lassen.

Doch zusätzliche Fläche kostet nicht nur beim Bau Geld. Sie muss später auch beheizt, gereinigt und unterhalten werden.

Entscheidend ist deshalb nicht die größtmögliche Raumfläche, sondern eine sinnvolle Dimensionierung und Proportion der Räume.


5. Das Dachgeschoss nur zweidimensional betrachten

Besonders bei Häusern mit geneigten Dächern kann ein Grundriss täuschen.

Die ausgewiesene Raumfläche sagt wenig darüber aus, wie viel davon aufgrund von Dachschrägen tatsächlich komfortabel nutzbar ist. Auch Kniestock, Dachneigung und Position der Fenster beeinflussen die Raumqualität erheblich.

Ein Dachgeschoss sollte deshalb nicht nur im Grundriss, sondern immer auch im Schnitt betrachtet werden.


6. Fenster nur nach der Außenansicht planen

Fenster prägen die Fassade – ihre wichtigste Wirkung entfalten sie jedoch im Innenraum.

Fensterposition, Brüstungshöhe und Größe beeinflussen Tageslicht, Ausblick, sommerlichen Wärmeschutz und die Nutzbarkeit eines Raumes.

Eine attraktive Fassade und ein guter Grundriss sollten deshalb gemeinsam entwickelt werden und nicht unabhängig voneinander.


7. Technik erst am Ende berücksichtigen

Wärmepumpe, Lüftung, Elektroverteilung, Speicher und Leitungsführungen benötigen Platz.

Werden technische Anforderungen erst berücksichtigt, wenn der Grundriss praktisch fertig ist, müssen häufig andere Räume nachträglich angepasst werden.

Deshalb sollte früh geklärt werden, welche Gebäudetechnik vorgesehen ist und welchen Platz sie benötigt.


Fazit

Viele Fehler bei der Grundrissplanung entstehen nicht durch eine einzelne falsche Entscheidung, sondern dadurch, dass Architektur, Konstruktion und Gebäudetechnik getrennt voneinander betrachtet werden.

Ein guter Grundriss berücksichtigt deshalb nicht nur die gewünschte Raumaufteilung, sondern auch Gebäudeform, Installationen, Technik, Dach und Fassade.

Je früher diese Zusammenhänge berücksichtigt werden, desto einfacher lassen sich unnötige Kosten und spätere Einschränkungen vermeiden.

 
 
 

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